Umgestaltung der mittleren HauptstraßeDas Altstadtforum hat sich seinerzeit um die Umgestaltung der Hauptstraße zwischen Wasserturmstraße bis einschließlich Martin-Luther-Platz bemüht. Nach Abschluss der Umgestaltung erfolgte unter Leitung des Altstadtforums am 13. Mai 2004 ein Runder Tisch, in dem erste Erfahrungen mit der Umgestaltung besprochen wurden. Daraus ergeben sich einige Wünsche.
Weitere Informationen
Ruhebänke am Martin-Luther-PlatzAm 6. Oktober wird als erste Konsequenz aus dem "Runden Tisch" die Aufstellung von Ruhebänken am Martin-Lutherplatz beantragt. Die Aufstellung ist mittlerweile erfolgt.
Info zur SicherheitswachtAuf dem Runden Tisch wurde das Thema Sicherheitswacht angesprochen. Es wurde die Vermutung geäussert, diese sei nur in den Aussenbezirken tätig. Ich habe mich genauer erkundigt.
Es gibt derzeit 10 freiwillige Bürger, die als Sicherheitswacht tätig sind. Infos zur Sicherheitswacht finden sich hier: www.polizei.bayern.de/wir/siwa.htm
In Erlangen gibt es die Sicherheitswacht seit 1995. Als Aufwandsentschädigung werden 10 Euro pro Stunde gezahlt. Aus finanziellen Gründen ist eine Aufstockung der Sicherheitswacht daher nicht ohne Weiteres machbar.
Die Sicherheitswacht ist auch in der Innenstadt tätig! Herr Pastowski ist Ansprechpartner in der Polizeidirektion. Durchwahl: 760154
Er ist auf jeden Fall aufgeschlossen für Infos über Brennpunkte, damit er die Sicherheitswacht entsprechend einteilen kann.
Protokoll "Runder Tisch Martin-Luther-Platz" vom 13. Mai 2004Am 13. Mai 2004 fand auf Einladung durch das Altstadtforum der Runde Tisch Martin-Lutherplatz und mittlere Hauptstrasse statt. Anwesend waren neben beratenden Vertretern des Planungsamtes Vertreter der Einzelhändler, Bewohner, Gastronomen, Citymanagement sowie Vertreter der im Altstadtforum vertretenen Organisationen.
0. Begrüßung
Utz Graafmann begrüßt die Anwesenden. Er verweist darauf, dass die Umgestaltung in weiten Teilen auf dem im Schreiben vom 3. Mai 2002 festgehaltenen gemeinsamen Wünschen von Altstadtforum, IG Altstadt und dem
Arbeitskreis Innenstadt des Heimat- und Geschichtsverein basiert. Dieses Schreiben lag als Tischauflage aus.
Ziel des Runden Tisches ist es, nach der nun erfolgten Umgestaltung die noch verbliebenen Wünsche zu erörtern und einen entsprechenden Wunschkatalog über noch offene Änderungswünsche zu erstellen.
1. Taxistellplatz
Gemeinsam mit Herrn Reiss und Mitsch von der Taxigenossenschaft wurde noch einmal über Lösungen zur laufenden Standortdiskussion gesprochen. Insbesondere sollte über den Wunsch einiger Einzelhändler gesprochen werden, in der mittleren Hauptstrasse zumindest tagsüber einen Standplatz
einzurichten.
Von den Vertretern der Taxigenossenschaft wurde deutlich gemacht, dass diese für Lösungen außerhalb des Martin-Lutherplatzes keinen Spielraum sehen und nicht zu Kompromissen bereit ist. Auch ein Standplatz Fuchsenwiese wird von der Taxisgenossenschaft abgelehnt, da hier die Anbindung an den ÖPNV fehlt.
Die geringe Kompromissbereitschaft der Taxisgenossenschaft wurde von Seiten der anderen Teilnehmer kritisiert. Insbesondere stiess es auf Unverständnis, dass der derzeitige Standplatz nördlich vom ML-Platz in der Hauptstrasse nicht einmal ausprobiert wurde.
Im Anschluß an diesen Tagesordnungspunkt mußten Herr Reiss und Herr Mitsch das Treffen verlassen.
2. Blumenkübel und sonstige Begrünung
Von Seiten einiger Anwesender wird angeregt, dass die Hauptstrasse und der Martin-Lutherplatz z.B. durch Blumenkübel aufgewertet und begrünt werden soll. Als Beispiel wird gewünscht, dass als Abgrenzung von bewirtschafteten Außenbereichen zur Strasse Blumenkästen eingesetzt werden dürfen.
Derartige Wünsche wurden in der Vergangenheit vom Planungsreferat immer wieder unter Hinweis darauf abgelehnt, dass eine gewisse Kargheit notwendig sei, um den hugenottischen Charakter der Innenstadt zu unterstreichen. Diese Einstellung wird von allen Beteiligten in Frage gestellt. Es besteht zwar
Einigkeit darüber, dass Wildwuchs abgebaut und vermieden werden muss; jedoch wird einer koordinierten und einheitlichen Begrünung der klare Vorzug gegenüber der "hugenottischen Kargheit" gegeben.
Wegen der grundsätzlichen Bedeutung dieser Gestaltungsfrage sollte das Thema nach Meinung aller Beteiligten im Stadtrat behandelt und grundsätzlich entschieden werden.
Auf der Hauptstrasse gibt es zwei Bäume, die nach der Pflanzung nicht angegangen sind. Hier soll für Ersatz gesorgt werden.
3. Parken
Es wird einvernehmlich festgestellt, dass die jetzige Nutzung von West- und Ostseite vertauscht werden sollte. Kurzzeitparken sollte auf der Westseite und Laden bis 11 Uhr auf der Ostseite stattfinden. In jedem Fall soll aber einer sinnvollen Nutzung der Vorrang gegenüber einer Nutzung zu Parkzwecken gegeben werden, soweit sich derartige Möglichkeiten ergeben.
Einvernehmlich wurde eine weitere Reduzierung der Kurzzeitparkplätze erwünscht.
Besonders wichtig war den Anwesenden eine bessere Parküberwachung. Das kann nach Überzeugung der Anwesenden nur durch eine bessere personelle Ausstattung der Parküberwachung sichergestellt werden. Es stößt besonders
auf Unverständnis, dass diese Ausweitung nicht erfolgt, da letztlich unter dem Strich sicher keine Mehrkosten entstehen würden.
4. Außenbewirtschaftung
Aktuelle Problemfälle wurden mittlerweile gelöst. Leider hat die starke Verzögerung im Genehmigungsverfahren für die beantragte Bewirtschaftung am Martin-Luther-Platz dazu geführt, dass der potentielle Pächter mittlerweile abgesprungen ist.
5. ÖPNV
Es ist über verschiedene Möglichkeiten gesprochen worden, den Zielkonflikt zwischen einer guten Anbindung der Altstadt an den ÖPNV einerseits und eine Reduzierung der Belastung durch den ÖPNV andererseits aufzulösen. Letztlich wurde festgestellt, dass es wenig Sinn macht über einzelne Lösungen zu diskutieren. Es muss ein übergreifendes Konzept aufgestellt werden. Da hier sehr viele unterschiedliche, sich widersprechende Interessen bestehen, ist hierfür wohl ein Mediationsverfahren notwendig.
6. Beschilderung
Die Anwesenden sind sich einig, dass nach wie vor der Wunsch offen ist, Martin-Lutherplatz, mittlere Hauptstrasse und die östlich angrenzenden Bereiche gebietsbezogen für den Kfz-Verkehr zu sperren und nur noch für den Anliegerverkehr freizugeben. Diese Forderung basiert u.a. auf einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung von 1998, in dem eine solche Lösung als mögliche Alternative vorgeschlagen wurde.
Auch wenn eine solche Sperrung kaum kontrollierbar sein wird, hat sie doch einen wichtigen psychologischen Effekt. Ergänzt werden kann das durch Schilder "Altstadt", die die Wirkung der Sperrzeichen in psychologischer Hinsicht noch einmal verstärken dürfte.
Eine solche Lösung hätte ggf. den Vorteil, dass in diesem Bereich gleichzeitig ein flächig geltendes Parkverbot ausgeschildert werden könnte. Das würde die Zahl der Schilder insgesamt reduzieren und insbesondere auch die kaum verständliche Park-Beschilderung in der mittleren Strasse auflösen. Herr Wolf hat zugesagt, diese Möglichkeit genauer zu prüfen.
Es wurde der Wunsch geäußert, Fahrrädern die Nutzung der Fußgängerzone am Martin-Luther-Platz zu erlauben. Das könnte per Zusatzschild geschehen. Es bestand keine Einigkeit, ob Aufwand und Nutzen hier in einem sinnvollen Verhältnis stehen.
Bemängelt wird, dass die Fußgängerzone auch für den MIV nicht deutlich genug als solche zu erkennen ist. Das führt zu einem regelmäßigen Missbrauch für Autofahrer, die die Fußgängerzone als Umgehung der Ampel nutzen. Da harte Lösungen, wie Sperrpfosten, problematisch sind wurde angeregt, durch andere Möglichkeiten wie z.B. eine optische Verengung die Einfahrt insbesondere von der Pfarrstrasse aus zu erschweren.
Die Ausschilderung des Durchganges von Fuchsenwiese zur Hauptstraße an der Badstraße ist noch nicht ausreichend. Hier sollen Verbesserungen gefunden werden. In diesem Zusammenhang wird auch die Plakatwand an der Fuchsenwiese neben dem Eingang zum Durchgang kritisiert. Hier soll auf eine Entfernung gedrängt werden.
7. Vandalismus
Es wurde diskutiert, wie der Vandalismus im Bereich Hauptstrasse reduziert werden könnte. Dazu wurde u.a. angeregt, per städtischer Satzung der Konsum von Alkohol außerhalb der dafür vorgesehenen Flächen zu verbieten. Das wird in Nürnberg und Fürth bereits so praktiziert. Der Vorschlag stieß jedoch auf Widerspruch, weil damit die jugendlichen Gäste der relativ preisgünstige Konsum von alkoholischen Getränken außerhalb der Gastronomie unmöglich gemacht würde.
Es bestand Einigkeit darüber, dass man "schwarze Sherrifs" in der Altstadt ablehnt. Jedoch gab oder gibt es in Erlangen die Einrichtung von freiwilligen Helfern bei der Polizei. Da niemand der Anwesenden genaueres
wusste, wurde vereinbart, hier Erkundigungen einzuholen.
Es wurde auch vorgeschlagen, sich in die Jugendarbeit "einzuklinken" und Präventionsmaßnahmen bereits in dieser Phase zu unterstützen.
8. Weiterer Ablauf
Die Ergebnisse des Runden Tisches soll vorab allen Anwesenden und den Mitgliedern im Altstadtforum zur Stelllungnahem bzw. zur stillschweigenden Genehmigung zugesandt werden. Erfolgt binnen drei Werktage kein Widerspruch sollen die Ergebnisse den politisch Verantwortlichen vorgelegt werden.
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