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Hier veröffentlichen wir Leserbriefe an die Altstadtzeitung. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir hier nur Leserbriefe veröffentlichen können, die uns auf elektronischem Weg (E-Mail) und unter Nennung von Name und Anschrift erreichen.
"Hauptthema Verkehr", Altstadtzeitung 03/06Sehr geehrte Damen und Herren,
neben dem leidigen Verkehrsthema sorgt die Kerwa bei den Bewohnern der benachbarten Wohngebiete immer wieder für Verstimmung, u.a. bezüglich der Themen Sicherheit und Sauberkeit
1. Sicherheit
Der abendliche Rückstrom alkoholisierter Massen vom Berg stellt ein Gefahrenpotential dar. Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Anlieger während der Kerwa – soweit beruflich möglich - in den Zwangsurlaub flüchten und ihre Wohnungen und Häuser unbeaufsichtigt zurücklassen. Wenn dann einer der verbliebenen Mieter vergisst, ab 18.00 Uhr die Haustür verschlossen zu halten, müssen schon einmal Betrunkene aus Hausflur oder Keller geholt werden – von Sachbeschädigungen wie demolierten Türklingeln ganz zu schweigen. Diesem erhöhten Risiko soll durch den Einsatz zusätzlicher Polizeikräfte Rechnung getragen werden. Leider sind die Kräfte nicht in kleinen Gruppen flächendeckend verteilt, sondern an wenigen Punkten konzentriert. So waren – trotz anderslautender Auskunft! – im vergangenen Jahr an mehreren Abenden zwischen Berg-/Essenbacherstraße und Martin-Luther-Platz keine Beamte zu entdecken, dafür hatten sich dort unter der Laterne ein bis zwei Dutzend Polizisten in einer Wagenburg eingeigelt. Damit war weder Präsenz gezeigt noch ein vollständiger Überblick über die stark frequentierten Bereiche mit der Möglichkeit schnellen Eingreifens gegeben.
2. Sauberkeit
Die unter Druck geratene Geschäftsleitung des X-Club ließ vor dem Lokal während der Öffnungszeiten letztlich Hinweisschilder aufstellen, auf denen die Gäste gebeten wurden, nicht auf den Neustädter Kirchplatz zu urinieren, sondern das WC im Lokal zu benutzen. Nachdem die Verschmutzung auf dem Kirchplatz – mit Verlaub! – ein Fliegenschiß war im Vergleich zu den Mengen, die bei uns in der nördlichen Altstadt während der Kerwa an Hauswände und in Anlagen entsorgt werden, erwarten wir, daß die Kerwa-Wirte ihre Gäste auf Hinweisschildern entlang der Einflugschneisen zum/vom Kerwa-Gelände ebenfalls darum bitten, die Altstadt zu verschonen und statt dessen die – hoffentlich reichlich –bereitgestellten WC´s zu benutzen.
Wir bitten die zuständige städtische Behörde, der Polizei und den Wirten rechtzeitig entsprechende Vorgaben zu machen, damit wir von dieser Kerwa an wenigstens beim Thema Sauberkeit und Sicherheit entlastet werden.
KlausWerner Erlangen, 30.03.2006
Zu "Konzepte gegen die Feinstaubbelastung" (Mai 2005)In Ihrer Ausgabe schreiben Sie über 'Konzepte gegen die Feinstaub-Belastung'.
Auch bei redaktioneller Unabhängigkeit sehen Sie von einer vollständigen Information Ihrer Leser ab. Das energieeffiziente Elektroauto mit Akku erzeugt keine Feinstäube. Herr Lennemann, 'Leiter des Amtes für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt' müßte nicht "vorsichtig optimistisch schätzen", sondern wüßte, dass der Beitrag durch den lokalen Verkehr zur Feinstaubbelastung damit entfällt. Damit gäbe es kein Luftreinhalteproblem wegen der EU-Bestimmung. Die feinstaubfreien Autos kaufen wir Bürger selbt, - so dass der Stadt weder zusätzliche Arbeit noch finanzielle Kosten entstehen. Außerdem können die endlichen fossilen Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas gespart werden. Die Gesundheit wird gesteigert und die Krankenkassenkosten damit gesenkt.
Ich beklage auch, wenn Sie es 'erfreulich' nennen, wenn die 'Erlanger Stadtwerke' ihre Busse nur schadstoffarm betreiben wollen; - und nicht schadstofffrei! Der schadstofferzeugende Verkehr - verursacht durch die Verbrennung der fossilen Rohstoffreserven - ist keine nachhaltige Zukunftshandlung; - sondern stellt nur eine vorübergehende kurzzeige Strohfeuerlösung dar! Halten Sie, die von Ihnen geschilderten 'Konzepze ...' für verantwortbar?
Mit freundlichen Grüßen Dietrich Gärtner 91058 Erlangen Egidienstr. 90 Tel: 09131-603246
Poller in der nördlichen HauptstraßeSehr geehrte Damen und Herren,
die laufende Diskussion über die Poller in der nördlichen Hauptstraße und die Initiative einiger Einzelhändler, diese zu Gunsten von Kurzparkplätzen wieder zu beseitigen, möchte ich um ein paar Aspekte bereichern:
Unsere engen Innenstädte leben vom rücksichtvollen Umgang aller miteinander. Auf Kunden, die es für unzumutbar halten, auf kurzem Wege den Erlanger Altstadtparkplatz an der Fuchsenwiese anzusteuern, weil ihnen die eigene Bequemlichkeit wichtiger ist als die Entlastung ihrer Mitbürger vom Autoverkehr, sollten wir verzichten können! Und wenn Einzelhändler diese Rücksichtslosigkeit auch noch kompromisslos unterstützen, ist das ein grober Klotz, auf den ein grober Keil gehört: wenn ihr Geschäftserfolg dermaßen davon abhängt, dass jeder Kunde unmittelbar vor dem Laden einen Parkplatz vorfindet, sind sie in unserer Innenstadt fehl am Platze und sollten direkt an den Großparkplatz umziehen!
Dass der Kunde König sei, ist aus Sicht des Einzelhandels sicher korrekt - aus Sicht des Stadtrates sind aber zunächst die Bürger dieser Stadt Könige, spätestens bei der nächsten Wahl zum Stadtrat!
Immer wieder belegen Fahrzeuge, die schräg über die gesamte Breite der mit (teuren) Platten ausgelegten Streifen beiderseits der nördlichen Hauptstraße abgestellt sind, dass zahlreichen Autofahrer entweder die Fähigkeit oder die Rücksicht fehlt, ihr Auto nur auf dem für sie vorgesehenen Teil zu plazieren! Da können die Schaufenster noch so schön dekoriert sein – wenn ich mich mit meiner Familie im Gänsemarsch zwischen Autos und Hauswänden hindurchschlängeln soll, weiche ich lieber gleich in die Kirchen- und Schiffstraße aus.
Die Einzelhändler sind bislang den Beweis schuldig geblieben, dass mit den Parkplätzen vor dem Haus mehr Kunden angelockt werden, als durch die dadurch unattraktiv mit Autos verstellten Fußwege wieder abgeschreckt werden – warum wohl geht über das nördlichen Ende der Fußgängerzone kaum jemand hinaus?
Über die Schönheit der Poller kann man streiten, und spätestens bei der von 3 Betonsäulen umstellten einsamen Laterne auf dem Altstädter Kirchplatz fragt man sich, ob wir noch alle Tassen im Schrank haben! Absolut unakzeptabel ist an baulichen Lösungen zur Einhaltung der Verkehrsregeln aber, dass wir sie auch noch aus unserem knappen städtischen Haushalt finanzieren müssen! Warum folgen wir statt dessen nicht endlich dem Beispiel anderer Gemeinden und beauftragen eine Verkehrsüberwachung, die sich aus den Einnahmen aus Strafzetteln selbst trägt?
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Werner
Parken in der Hauptstr., "Poller und kein Ende"Sehr geehrte Damen u. Herren,
Den Kommentar von U. Graafmann in der Altstadtzeitung 01/06 kann man nur unterstützen.
Die Unterschriftensammlung des Apothekers Nürnberger ist (gelinde gesagt) abwegig. Warum gerade der sich aufregt ist absolut nicht zu verstehen: Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, daß auch nur ein Mensch wegen eines Rezeptes in die Innenstadt fährt um bei H. Nürnberger sein Rezept einzulösen, und die Leute die gerade vom Arzt kommen bzw. in der Nähe wohnen sind ohnehin zu Fuß unterwegs.
Was die Fa. Greiner angeht, so sind deren Kunden ziemlich sicher etwas länger unterwegs und dann kann er/sie im Altstadtmarkt parken od. an der Fuchsenwiese; wenn etwas Größeres gekauft wird, wäre m.E. ein Kundendienst der Fa. Greiner bei Bedarf angebracht, der das gute Stück zum Auto bringt (od. nach Hause).
Meine Meinung: die Poller sollen bleiben; aber auf der gegenüberliegenden Seite wäre "Kurzeitparken" angesagt mit Parkuhren von max. 20 Min. Parkzeit (zum Abholen etc.).
Tatsächlich stehen hier einzelne Autos (bevorzugt von Wirten od. deren Hilfen, aber auch anderen Inhabern v. Geschäften) stundenlang und blockieren die gerade von dieser Klientel monierten "Kunden-Kurzzeitparkplätze".
Ein weiteres Beispiel ist das beigefügte Bild mit einem Großcamper der von mir über eine Stunde registriert wurde und vermutlich noch erheblich länger stand.
Außerdem wäre eine Geschwindigkeit von max. 30 kmh angezeigt; da fahren aber die Busse schon erheblich schneller und der Rest???
Daß die Überwachung nicht stimmt ist inzwischen wohl allen Beteiligten klar, aber das Problem liegt vermutlich mehr im Rathaus als bei den "Hostessen". Außerdem sollten die Überwacher öfter das Revier wechseln, denn wenn einer über Jahre die gleichen Bereiche kontrolliert, dürfte auch die Objektivität erheblich gelitten haben.
Die neuen Schilder in der Wasserturmstr. und Glockenstr. haben nach meiner Beobachtung fast nichts gebracht (wenn überhaupt). M.E. gehören da versenkbare Poller hin und das Parken in diesem Bereich inkl. Schiffstr. nur für Autos mit Anwohnerausweis freigegeben. Das geht ja offensichtlich in anderen Städten auch.
Ein weiteres Problem sind da noch die Radfahrer, aber das ist in ER eine Geschichte für sich!!
Mit freundlichen Grüßen Martin Wienhard
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