01/01 2006

Aus der Januarausgabe der Altstadtzeitung

Erlanger Markt wird aufgewertet
„Frischezentrum Altstadt“

Der Markt soll aufgewertet werden. Das ist das Ziel von Vertretern der Stadt, aus dem Stadtrat, Citymanagement, Altstadtforum, Marktanliegern und Marktbeschickern.
Derzeit klaffen insbesondere in der wochentags große und unattraktive Lücken auf dem Markt.
Laut Birgit Korzenietz, beim Ordnungsamt für den Markt zuständig, ist ein Teil der Lücken darauf zurückzuführen, dass Plätze auf dem Marktplatz dauerhaft frei gehalten werden müssen. Diese sind reserviert für  Stände, die normalerweise zwar auf dem Schloßplatz stehen, jedoch immer wieder wegen Sonderveranstaltungen auf den Marktplatz ausweichen müssen.
Eine andere Ursache für Lücken sind Marktbeschicker, die ihre für die gesamte Woche gemieteten Plätze nur an ein oder zwei Tagen ausnutzen können oder wollen.
Durch flexiblere Ausweichmöglichkeiten und eine Vermietung auch von einzelnen Tagen sollen diese Beschränkungen zukünftig nach Möglichkeit aufgehoben werden.
Es soll geprüft werden, ob zusätzliche Standplätze auch durch eine Änderung der Platzaufteilung möglich sind. Dabei könnte ausgenutzt werden, dass rechteckige Stände platzsparender als die heute überwiegend quadratischen Stände angeordnet werden können.
Ferner soll überlegt werden, ob die heute aus städtebaulichen Gründen nur eingeschränkt zugelassenen Verkaufswagen stärker zum Einsatz kommen können. Auf einem belebten Markt würden diese nach Ansicht der Beteiligten das Gesamtbild nicht wesentlich verschlechtern. Bestimmte Waren, wie z.B. Brot oder Kühlwaren, können aus hygenischen  Gründen heutzutage nur aus derartigen Wagen verkauft werden.
Deutlich stärker als bisher müssen Angebot und auch Öffnungszeiten des Marktes bekannt gemacht werden. „Der Markt ist eigentlich eine einzigartige Einkaufsmöglichkeit für Frischeartikel in der Altstadt“ so Siegfried Weber vom anliegenden Reformhaus Kolbe.
Einigkeit besteht darüber, dass alle Maßnahmen nur schrittweise eingeführt werden können. So kann man den Beschickern zusätzliche Pflichten nur zumuten, wenn auch der Zulauf zum Markt entsprechend vergrößert wird. Das Ziel ist es, den Markt so wieder zu einem interessanten und gut besuchten „Frischezentrum“ in der Altstadt zu entwickeln.
Utz Graafmann