13/03 2006

Runder Tisch Schiff-, Theater-, Glocken- und Wasserturmstraße

Datum: 20. Februar 2006
Ort: Goldene Harfe
Beginn: 19.10 Uhr
Podium: Fr. Monat, die Herren Lerche, Hanisch, Graafmann, Wolf (Verkehrsplanung) und Dr. Tendel
Anwohner: 15, sowie W. Winkler (bis ca. 20 Uhr) und Dr. Hubmann (ab ca. 20 Uhr)

Herr Graafmann begrüßt die Anwesenden im Namen der Stadt Erlangen und des Altstadtforums und stellt das Podium vor. Anschließend skizziert er die Vorgeschichte der heutigen Veranstaltung. Näheres unter www.altstadt-erlangen.de

Ablauf des heutigen Abends:

  1. Bericht aus der Verwaltung
  2. Stimmungsbild; Verbesserungen/Verschlechterungen
  3. Diskussion über Lösungsmöglichkeiten und Versuch zu einem Ergebnis zu kommen
  4. Weitere Vorgehensweise


Zu 1:
Die ganztägigen Verkehrszählungen vor und nach dem Aufstellen der Schilder. Ergaben: 147 Autos am 22. Juni 2005; im Oktober wurden 127 (-18%) gezählt.
Der Anteil des Ziel-Quell-Verkehrs beträgt ca.40%; die meisten Autos sind also dem Durchfahrverkehr zuzurechnen.
Ergebnis: Verkehr ist insgesamt sehr gering. Die Verringerung im Oktober findet daher auf sehr geringem Niveau statt. Eindeutige Gründe hierfür können nicht angegeben werden.
Fr. Monat schildert zunächst die derzeitige Parksituation. Im Frühjahr sollen die Parkmöglichkeiten gekennzeichnet werden. Dadurch soll klar erkennbar sein wo in diesem Bereich Parken erlaubt ist.
Herr Hanisch berichtet von ca. 600 Verwarnungen im vergangenen halben Jahr (überwiegend in der Wasserturmstr.). An diese Aussage schließt sich eine längere Diskussion an. Die Zahl wird z. T. als Beleg für die unzureichende Überwachung angesehen. Es wird von wochenlangen Parkern berichtet und von Manövern, die dem Überwachungspersonal das Be- und Entladen von Fahrzeugen vortäuschen sollen. Da eingeräumt wird, dass die Parkwächter diese Finessen zwar durchschauen, dagegen aber nichts unternehmen können, wird heftiger Unmut laut.
Anmerkung des Ordnungs- und Straßenverkehrsamtes: Die Bereiche Schiff-/ Glocken- und Theaterstraße waren von September 2005 bis Mitte Februar 2006 Überwachungsschwerpunkt, d. h. es fanden tagsüber mehr Überwachungseinsätze als in den anderen Bereichen der Innenstadt statt. Eine ständige Streife vor Ort, die nur auf Parkverstöße wartet, würde als reine „Abzocke“ bewertet werden und träfe auch die dortigen Bewohner und Geschäftsinhaber.
Zur Gastronomie: Das Ordnungsamt wird künftig verstärkt auf die Einhaltung der bewirtschafteten Flächen und der Öffnungszeiten achten.

Zu 2:
Die neue Beschilderung hat subjektiv keine Verbesserung der Situation gebracht.
Stark kritisiert wird die nach Ansicht der Anwesenden die zu geringe Kontrolle des ruhenden Verkehrs (siehe nachträgliche Anmerkungen zu Ziffer 1).
Insgesamt besteht Einigkeit, dass das Hauptproblem nicht der fließende Verkehr ist, sondern das wilde Parken. Das geht bis hin zu einer Beeinträchtigung von Feuerwehr und Müllabfuhr.

Zu 3:
a) Reduzierung des wilden Parkens durch stärkere Überwachung
Es wird kritisiert, dass nachts keine städtische Überwachung stattfindet; auf die Zuständigkeit der Polizei in dieser Zeit wird verwiesen. Die Bitte, die Polizei möge nachts häufiger durch diesen Bereich fahren, wurde weiter geleitet.
Gegen den Vorschlag einer privaten Überwachung werden rechtliche Bedenken geltend gemacht.
Die angeregte „permanente“ Kontrolle lehnt Herr Lerche wegen der negativen Wirkung (Abzocke), der Personalsituation und der weiteren wahrzunehmenden Aufgaben ab.
Es wird ferner reklamiert, dass man in der Schiffstr. ganztags kostenlos parken kann (siehe nachträgliche Anmerkungen zu Ziffer 1).
Da es sich hier um die einzige entsprechende Gelegenheit im gesamten Altstadt-Bereich handelt, zieht das mittlerweile im starken Maße Parkplatz-Suchende an.
Auf großes Unverständnis stößt die Äußerung, dass die Polizei selbst im zugeparkter Feuerwehrzufahrten nicht abschleppt. Die Stadt selber darf nicht Abschleppen lassen.
Die Frage, ob es zutrifft, dass das Problem des Parkens größer angesehen wird, als das des durchfahrenden Verkehrs, wird einmütig bejaht.
Allgemein werden die Dauerparker, die bekanntermaßen permanent die P-Verbote missachten, als großes Ärgernis dargestellt. Auf völliges Unverständnis stößt die Aussage, dass man dagegen wirkungsvoll nicht unternehmen könne; die (selten ausgestellten) Strafzettel werden anstandslos bezahlt.
Einmal mehr wird eine stärkere P-Raum Überwachung gefordert.

Beim Innenministerium soll nachgefragt werden, in wie weit der Datenschutz die Sammler von Strafzetteln tatsächlich deckt.
Dr. Hubmann schlägt eine schwerpunktmäßige Überwachung dieses Bereiches vor.
Herr Lerche weist auf die begrenzten Kapazitäten der P-Überwachung mit 17 Personen hin.


b) Versenkbare Poller:
Verschiedene Lösungen für den Einsatz von Pollern werden diskutiert. Von Seiten der Anwohner bestehen keine Bedenken gegen die Lösung wegen Kauf- und Lieferverkehr. Auch die anwesenden Einzelhändler sowie Frau Sutter-Kress von der gleichnamigen Galerie würden eine Pollerlösung ausdrücklich begrüßen. Von Seiten der Verwaltung werden die bekannten sicherheitstechnischen und finanziellen Einwände vorgebracht.


c) Außen-Gastronomie
Viele Anwohner fühlen sich weniger vom Durchgangsverkehr belästigt als von der ausufernden Gastronomie. Herr Graafmann erinnert an die Ängste, dass sich die Gastronomie noch weiter ausdehnen könnte. Diese Befürchtungen werden von Seiten einiger Anwesenden noch einmal bestätigt. Selbst aus den Reihen der Gastronomen wird eine strikte Einhaltung der Flächen durch das Ordnungsamt gefordert.

d) Verwendung der Parkplätze
In der Schiffstraße werden nach den erfolgten Markierungen (siehe oben) sieben offizielle Parkplätze entstehen. Die Verwendung dieser Plätze wird diskutiert. Herr Hanisch macht deutlich, dass eine Verwendung als Kurzzeitparkplätze unrealistisch ist; das Aufstellen eines Parkscheinautomatens für nur sechs Kurzzeitparkplätze ist unwirtschaftlich.

Folgenden Vorschlägen wurde zugestimmt: von den sieben in der Schiffstr. liegenden P-Plätzen sollen sechs als Bewohner P-Plätze mit P-Ausweis ausgewiesen werden. Auf dem siebten sollen Fahrrad P-Plätze errichtet werden.
Zusätzliche Fahrrad P-Plätze sollen in der Theaterstraße eingerichtet werden.

e) Die Schilder Bewohnerparken sind verschwunden
Die Verwaltung wird der Sache nachgehen.

f) Möglichkeiten durch Möblierung und Fahrradständer das wilde Parken zu begrenzen.
Es wird ausdrücklich gewünscht, dass durch Fahrradständer, Abfallkörbe und andere Möblierungen das wilde Parken verhindert wird.

g) Großräumige Lösung:
Herr Graafmann schlägt vor, den gesamten Bereich (mittlere Hauptstraße, Schiff-, Kirchen-, Engel-, Wasserturm-, Theaterstraße, Theaterplatz und südliche Harfenstraße) als eingeschränkten Anwohnerbereich deutlich sichtbar ausweisen. Davon sei vor allem eine psychologische Wirkung zu erwarten und Irrfahrten würden reduziert. Der Vorschlag wurde jedoch nicht weiter diskutiert.

h) Vorschlag von Herrn Wolf: Die Stadt errichtet Wegweiser in der Hauptstraße Kreuzung Engelstr. auffällige Schilder, die auf Theaterplatz und Fuchsenwiese hinweisen.
Allgemeine Zustimmung.

i) Hinweis auf Möglichkeiten Dauerparkplätze anzumieten
Alternative: Parkplätze im P-Haus Großparkplatz anmieten. Auch auf der nördlichen Fläche Fuchsenwiese kann man Ganztages- und Monatstickets kaufen. Diese Lösung ist aber für den Theaterplatz nicht geeignet.

j) Abfall: Verunstalteter Schaltkasten als Müllkippe.
Allgemeiner Wunsch: Abfallbehälter aufstellen.

k) Verwahrloste Fahrräder.
Entsorgung der Fundfahrräder erfolgt durch die GGFA.

Abschließend wird noch einmal ausdrücklich festgestellt, dass die probeweise aufgestellten Schilder bleiben sollen.

Zu 4)
Hinweis, dass das Protokoll ins Internet gestellt wird
An Stadt/Politik geht die Bitte die Beschlüsse umsetzen.
Nächstes Treffen erfolgt nach der nächsten Sommersaison.

Ende der Veranstaltung: 21.10 Uhr
Gez. Dr. Jürgen Tendel

Hinweis auf den nächsten Termin

Das zweite Treffen des Runden Tisches fand am 20. Februar um 19 Uhr in der Goldenen Harfe statt.

Zur Einladung

07/07 2005

„Runder Tisch“ Schiff-, Glocken-, Theaterstraße 6. Juni 2005

Anwesende: die Herren Hanisch (Ordnungs- und Straßenverkehrsamt), Lerche (Ordnungs- und Straßenverkehrsamt ), Wolf (Verkehrsplanung), Graafmann (Altstadtforum), Dr. Tendel (Altstadtforum/AltstadtZeitung) sowie 16 Anwohnerinnen und Anwohner.

Beginn: 19.10 Uhr

Einführend legt Herr Graafmann kurz die Vorgeschichte des „Runden Tisches“ dar. Anschließend trägt Herr Hanisch den Vorschlag der Verwaltung vor. Danach soll eine Verkehrsberuhigung der drei Straßenzüge durch ein „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ in der Zeit von 20 bis 24 Uhr erreicht werden; Radfahrer und Anliegen sollen von dieser Einschränkung ausgenommen werden.

An diese Darlegung schließt sich eine intensive, stets sachlich geführte Diskussion an, in deren Verlauf zahlreiche Wünsche und Vorstellungen geäußert wurden, die das individuelle Spektrum der einzelnen Personen widerspiegelten. Obwohl offensichtlich keine Person aus dem Bereich der Gastronomie anwesend war, wurden deren Interessen akzeptiert und respektiert.

Zuerst wurde von Seiten der anwesenden Anlieger bemängelt, dass die meisten der Probleme in diesem Bereich nicht auf fehlende oder verkehrte Regelungen, sondern auf eine nicht vorhandene bzw. viel zu lückenhafte Überwachung zurückzuführen sind. Es wurde darauf hingewiesen, dass bei der derzeitigen Personalausstattung der Verkehrsüberwachung keine bessere Kontrolle möglich sei.

Gegen Ende der Veranstaltung wurde in wesentlichen Punkten weitgehende Übereinstimmung erzielt. An Verwaltung und Politik richten sich die folgenden Wünsche:

  • Vollsperrung der genannten Straßenzüge einschließlich der Wasserturmstraße mit freier Zufahrt für Anlieger.
    (Die Abstimmung ergab: Keine Maßnahmen notwendig; die nachfolgend genannten sind ausreichend: 2 Stimmen, Sperrung abends/nachts; dem Vorschlag der Verwaltung entsprechend: 2 Stimmen, Sperrung ganztägig mit „Anlieger frei“: 12 Stimmen
  • Auf die Sperrung der Straßen soll an Glocken- und Wasserturmstraße Abzweigung Hauptstraße augenfällig hingewiesen werden.
  • In alle verkehrsberuhigenden Maßnahmen ist die Wasserturmstraße mit einzubeziehen.
  • Der südliche Parkstreifen in der Wasserturmstraße soll abends ab 18 Uhr als Bewohnerparkplatz ausgewiesen werden.
  • Insbesondere tagsüber soll der Park-Such-Verkehr wirksam unterbunden werden. Dazu könnte sich ein Fahrverbot an einem Teil der der Einfahrtsstraßen eignen.
    Anmerkung: Über ein Verbot der Einfahrt von der Wasserturmstraße in die Schiffstraße sollte nachgedacht werden.
  • Die bestehenden Buchten in der Schiffstraße werden widerrechtlich als P-Plätze genutzt, da sie nicht ausdrücklich als solche ausgewiesen sind. Sie sollen umgewidmet werden: Eine Hälfte in Bewohner-Parkplätze, die andere soll mit Fahrradständern bestückt werden. [Anmerkung: Bei in Augenscheinnahme der Schiffstraße hat sich herausgestellt, dass es dort mehr als nur vier Buchten gibt. Deshalb ist hier nicht von „vier“ und „zwei“ die Rede.]
  • Die im Sommer für die Gastronomie genutzten Flächen könnten im Winter teilweise als Bewohnerparkplätze genutzt werden.
  • An der Fuchsenwiese könnten durch ein Parkhaus bzw. ein weiteres Parkdeck zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Das würde den Parkdruck insgesamt reduzieren.
  • Immer wieder wurde die Sorge geäußert, die verkehrsberuhigenden Maßnahmen könnten eine Ausweitung der Straßenwirtschaften führen. Diesen Befürchtungen ist zu begegnen.
  • Des Weiteren wurde mehrfach der Wunsch geäußert, auch die Einhaltung der für die Außengastronomie zur Verfügung gestellten Flächen und die Einhaltung der Öffnungszeiten besser zu überwachen.

Ende: 21.40 Uhr

Erlangen, den 7. Juni 2005

Dr. Jürgen Tendel

(Schriftführer)

14/06 2005

Runder Tisch Schiff-, Theater- und Glockenstraße

In einem Antrag im UVPA wurde eine Verkehrsberuhigung in der Schiff,- Glocken, und Theaterstrasse gewünscht. Es wurde beschlossen, das Angebot des Altstadtforums anzunehmen und einen Runden Tisch durchzuführen.

Weitere Info, in dem die betroffenen Anlieger gehört werden sollen.

Weitere Informationen

Einladung

Zu Ihrer Information hier die Einladung zum Runden Tisch:

Einladung als PDF-Datei

Angebot auf Durchführung des Runden Tisch vom 16.9.2004

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Altstadtforum begrüßt die Bemühungen um eine weitere Beruhigung in Glocken-, Schiff- und Theaterstrasse. Dabei müssen die berechtigten Interessen der Anlieger berücksichtigt werden. Ob die von der Verwaltung vorgeschlagene konkrete Umsetzung die beste Lösung ist, sollte daher unserer Meinung nach eng mit den Anliegern abgesprochen werden. Wir bieten an, einen Runden Tisch durchzuführen, zu dem wir interessierte Anlieger einladen.

Wie auch immer eine Lösung aussieht, muss die Einhaltung dann auch überwacht werden.

In jedem Fall regen wir erneut an, den gesamten Bereich der mittleren Hauptstrasse (zwischen Martin-Luther-Platz und Wasserturmstrasse) und den daran östlich angrenzenden Bereich bis zum Theaterplatz als eingeschränkten Anliegerbereich auszuweisen, um ein psychologisches Signal für den MIV zu geben.

Wir weisen auch noch einmal auf die in den Leitlinien des Altstadtforums einvernehmlich formulierten Wünsche zu einer Beruhigung weiterer Bereiche hin. Nur beispielhaft seien die Pfarrstraße, Neue Strasse und Goethestrasse genannt.

In diesem Gesamtzusammenhang ist eine Verbesserung in Glocken-, Schiff- und Theaterstraße nur ein kleiner, wenn auch sinnvoller Baustein einer notwendigen Gesamtlösung.

Mit freundlichen Grüßen

Altstadtforum Erlangen
Theaterplatz 11
91054 Erlangen
info@altstadtforum.de
www.altstadtforum.de
Telefon: 75 50 25